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Digitalstrategie

Unsere Ziele und Schwerpunkte

Die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung können nur mit neuen digitalen Technologien erreicht werden. Digitalisierung in Entwicklungsländern bietet dabei aus unserer Sicht besondere Potenziale und Chancen in Bezug auf fünf Themenschwerpunkten. In unserer Digitalstrategie “Digitalisierung für Entwicklung” setzen wir konkrete Ziele für die Digitalisierung in der deutschen Entwicklungspolitik. In diesen Bereichen sind wir schwerpunktmäßig tätig und planen, unser Engagement weiter auszubauen. Dazu werden Sie konkret durch unser digitales Toolkit informiert. Hier bündeln wir unser Wissen an einem zentralen Ort.

Digitalisierung für den Menschen

Wie wir digitale Lösungen in der Entwicklungszusammenarbeit für die globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 nutzen wollen, zeigen wir in einem kurzen Video:

© BMZ

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Risiken der Digitalisierung – und was wir dagegen tun

Das BMZ sieht in folgenden Bereichen besondere Risiken der Digitalisierung für Entwicklungs- und Schwellenländer:

Risiken

  1. im Bereich Arbeit,
  2. im Bereich fehlender Innovationen,
  3. im Bereich fehlender Chancengleichheit,
  4. im Bereich “Gute Regierungsführung und Menschenrechte” sowie
  5. im Bereich Daten.

Im Rahmen ihrer Entwicklungszusammenarbeit gehen wir diese Risiken wie folgt an: Durch digital getriebene Automatisierung könnten bis zu zwei Drittel aller jetzigen Jobs in Entwicklungsländern verschwinden. Daher unterstützt das BMZ den Aufbau neuer digitaler Kompetenzen, vor allem für Frauen und Mädchen. Wir befürchten zudem, dass Digitalisierung ohne staatliche Rahmensetzung den informellen Sektor in Entwicklungs- und Schwellenländer vergrößern und zu mehr prekären Arbeitsformen führen kann, statt vertraglich geregelte und sozial abgesicherte Arbeit zu schaffen. Mit der Fairwork Foundation setzt sich das BMZ daher für faire digitale Arbeit auch in der Plattformökonomie ein.

Es besteht weiter das Risiko, dass benachteiligte Menschen weiter zurückgelassen werden. Weltweit haben immer noch 3,9 Milliarden Menschen keinen Zugang zum Internet. Hinzu kommt eine nicht kontinuierlich gesicherte Stromversorgung und schlechte Versorgung mit Breitband-Internetanschlüssen und Computern in vielen Ländern. Die Bundesregierung fördert daher, vor allem über Entwicklungsbanken wie die Weltbank, einen gerechten Ausbau von Infrastruktur und Internet in Entwicklungsländern.

Schließlich besteht das Risiko, dass autoritäre Regime digitale Instrumente dazu verwenden, um Bürgerinnen und Bürger oder Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft zu überwachen, Falschmeldungen zu verbreiten und freie Informationen im Netz zu unterdrücken. Daher unterstützt das BMZ auch im digitalen Zeitalter einen starken Rechtsstaat mit einer starken Zivilgesellschaft sowie Initiativen, die mehr Transparenz in die Umsetzung öffentlicher Investitionen in Entwicklungsländern bringen wie beispielsweise das Projekt TruBudget.

Was die Reduktion dieser Risiken angeht, ist das BMZ-Konzept “Menschenrechte in der deutschen Entwicklungspolitik” verbindlich für die Institutionen der staatlichen deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die Durchführungsorganisationen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit müssen daher vor einer Beauftragung durch das BMZ eine Prüfung von Richtlinien zur Wahrung von Sozial-, Umwelt-, Gender-, Menschenrechts- und Kontextsensibilitätsstan-dards durchführen und den “BMZ-Leitfaden zur Berücksichtigung von menschenrechtlichen Standards und Prinzipien bei der Erstellung von Programmvorschlägen der deutschen staatlichen Technischen und Finanziellen Zusammenarbeit” beachten. Diese Verfahren gelten für alle Vorhaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit – auch Digitalisierungsprojekte.

Übersicht Digitale Leuchtturmprojekte

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