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  • 24.04.2018
  • 18:30 Uhr - 21:00 Uhr
  • GIZ Repräsentanz Berlin
  • Arbeit

Digital Kontrovers! #2 – Unconditional Cash Transfers

© GIZ / Frederic Schweizer

Report: “Schaffen digitale Zahlungsmittel die Entwicklungshilfe ab?

Das BMZ-Streitgespräch zu Unconditional Cash Transfers // Capacity Building in der monatlichen BMZ-Reihe Digital Kontrovers! am 24. April 2018 in Berlin. Die Redner und Rednerinnen blieben in ihren kontroversen Haltungen bis zum Schluss eher unversöhnlich.

Viele überzeugende neue Fakten. Ein interessiertes, überwiegend junges Publikum. Zwei Redner, die in ihren kontroversen Haltungen bis zum Schluss eher unversöhnlich blieben – So spannend endete die 2. Runde des BMZ-Streitgesprächs Digital Kontrovers! im Berliner GIZ-Haus am Reichpietschufer am 24. April 2018. Unconditional Cash Transfers (UCT’s) versus Capacity Building – Schaffen digitale Zahlungsmittel die Entwicklungshilfe ab, war die Fragestellung des Abends.

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Unconditional Cash Transfer mit herausragender Wirksamkeit und Kosteneffektivität

Pro-Redner Pascal Zimmer, Berater der Stiftung für Effektiven Altruismus Berlin, erläuterte im Laufe des Gesprächs an vielen Beispielen, dass aus seiner Sicht der Unconditional Cash Transfer eine Maßnahme der Entwicklungszusammenarbeit mit herausragender Wirksamkeit und Kosteneffektivität sei, die den Zukunftstrend beschreibe. Zimmer: “16.000 Kinder unter 5 Jahren sterben täglich an Hunger und Armut. 80 Mrd. Dollar werden benötigt, um die Ärmsten aus ihrer extremen Armut zu holen. Doch die Hilfssumme aller Länder zusammen beträgt bereits 140 Mrd. Dollar.” Das zeige ihm klar, dass Armutsbekämpfung heute keine Finanzierungsfrage mehr sei, sondern eindeutig eine Verteilungsfrage. UCT’s sicherten hohe Effektivität der Hilfe und dass das Geld direkt und schnell auch dort ankomme, wo es gebraucht werde.

Ohne starken Staat keine Entwicklung

Andreas Proksch, Bereichsleiter Sektor- und Globalvorhaben bei der Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH konterte mit seiner über 17-jährigen Auslandserfahrung in Entwicklungshilfe-Projekten. Er brachte seine Zeifel gegen UCT’s als einzige zukunftsträchtige Lösung auf folgenden Punkt: “Die UCT’s schwächen den Staat in den jeweiligen Ländern und fördern den privaten Konsum”. Dann sei niemand mehr da, der sich um den Klimaschutz oder den Aufbau eines Erziehungs- oder Gesundheitsystem kümmere. “Aus meiner langen Erfahrung gibt es aber ohne starken Staat keine Entwicklung.”

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