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Praxis

Digitale Innovationen

Was sind digitale Innovationen?

Kreativität, Unternehmertum und Ideenreichtum sind kein Monopol der Industrienationen. Sie sind global. Lokale Akteure kennen die Probleme und Bedürfnisse vor Ort besser und können dieses Wissen vielseitiger einsetzen. Deshalb ist lokales Wissen aus unserer Sicht der Schlüssel, um erfolgreiche neue Lösungen und lokal angepasste Angebote vor Ort zu entwickeln. Lokale Innovationen bezeichnen dabei die erfolgreiche Einführung von Produkten, Systemen oder Dienstleistungen in einen Markt bzw. Gesellschaft durch einen Akteur, der bereits vor Ort aktiv ist. Eine Vielzahl von diesen lokalen Innovationen nutzen bereits heute digitale Mittel, um Prozesse effizienter oder unabhängiger zu gestalten – z.B. Drohnen, 3D-Drucker oder Virtual Reality. Daher sprechen wir von lokalen digitalen Innovationen.

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Wie können Sie digitale Innovation in Ihren Projekten nutzen?

Um die Einsatzmöglichkeiten und Potenziale von digitalen Innovationen für Ihr Projekt zu ermitteln, sind folgende Fragen hilfreich:

Frage 1/3

Handelt es sich bei der Fragestellung Ihres Projektes um lokale Herausforderungen, bei denen bislang vermehrt auf westliche Lösungsansätze gesetzt wurde?

Frage 2/3

Kann das Wissen der Zielgruppen für die Lösung eines lokalen Problems mobilisiert werden?

Frage 3/3

Arbeiten Sie mit Zielgruppen zusammen, deren Potenziale noch entwickelt werden können?

Ergebnis

Da Sie %s Fragen mit Ja beantworten haben, sollten Sie die Förderung von digitalen Innovationen innerhalb Ihres Projektes in Erwägung ziehen. Das Referat 112 im BMZ und das Sektorvorhaben Digitalisierung in der GIZ beraten Sie gerne dazu (sv-digitalisierung@giz.de).

Ergebnis

Sie haben alle Fragen mit Nein beantwortet. Die Smart Development Komponenten bieten grundlegende Ansätze, um Digitalisierung als Standard in der EZ richtig umzusetzen. Informieren Sie sich gerne über die weiteren Komponenten. Das Referat 112 im BMZ und das Sektorprogramm Digitalisierung für nachhaltige Entwicklung beraten Sie gerne.

Nutzungspotenzial in unseren Kernthemen

Bild 1/2: Das Start-Up „BRCK“, ein von der BMZ Initiative Make-IT gefördertes Unternehmen in Kenia: Kaum mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung nutzen das Internet. 74.9 Prozent der Afrikaner sind heute noch offline (ITU Report 2016). Um diese Barrieren zu überwinden, hat BRCK einen robusten, leicht zu reparierenden Router entwickelt, der das weit verbreitete Mobilfunk- anstelle des Breitbandnetz nutzt, um Haushalte und öffentliche Orte mit Internetzugang zu versorgen – selbst während eines Stromausfalls. Eine Lösung, die in Europa so nicht ohne Weiteres funktionieren würde. Und eine Antwort auf die Breitbandrouter, die aus Europa importiert wurden und vor Ort nicht ohne Weiteres funktionierten.
Bild 2/2: Mit der #SmartKigaliChallenge hat das Digitalzentrum in Ruanda gemeinsam mit seinen Regierungspartnern einen Wettbewerb zur Förderung von lokalendigitalen Innovationen angestoßen – über 150 Teams hatten sich beworben, zehn konnten sich durchsetzen. Das Siegerteam von Skyrocket hat über ein Wochenende einen Sensor getestet, dass Niedrigverdienenden Familien in Kigali ermöglichen soll, LPG Gas verbrauchsabhängig zu bestellen und zu bezahlen. Das „Pay as you Cook“ Model soll ähnlich wie die Smartmeter im Stromverbrauch funktionieren und verhindern, dass Familien, wie derzeit, immer wieder zu Holzkohle wechseln, wenn sie es nicht leisten können den Gas-Kanister aufzuladen. Die ersten drei Plätze der #SmartKigaliChallenge erhielten ein Start-Stipendium im Wert von 2500 EUR und wurden in den ersten drei Monaten durch ein gemeinsames Mentoren-Programm des Digitalzentrums und des Impact Hub Kigali begleitet, um ihre Prototypen weiterzuentwickeln. Die #SmartKigaliChallenge war eine erste Maßnahme des Digitalzentrums in Zusammenarbeit mit den lokalen Regierungspartnern. © Sven Torfinn/laif

Beispiele

Vorteile von digitaler Innovationsförderung für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit?

Lokale Innovationen ermöglichen vor Ort eine Innovationsarchitektur, durch die die Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung schneller, besser und kostengünstiger erreicht werden können. Ihnen wird in der modernen Entwicklungspolitik eine wachsende Bedeutung zuteil. Auch Leapfrogging, also Entwicklungssprünge, sind nur möglich, wenn ihnen entsprechende lokale Lösungen zugrunde liegen.

Das BMZ fördert die Rahmenbedingungen für lokale Innovationen im Digitalsektor. EZ-Projekte fördern erfolgreiche Innovationssysteme, z.B. innerhalb von Digitalzentren, in denen jungen innovativen Menschen die Möglichkeit gegeben wird, in einem geschützten Raum und unterstützt von anderen Innovatoren Ideen auszuprobieren und innerhalb eines Start-ups umzusetzen. In solchen digitalen Ökosystemen werden die notwenigen Voraussetzungen für lokale Innovationen verbessert– Zugang zu Wissen, Kontakt zu Genehmigungsbehörden, rechtliche Beratung sowie finanzielle Fördermöglichkeiten. Entsprechende Innovationen sind für alle Kern- und Initiativthemen des BMZ relevant (z.B. Landwirtschaft, Digitalwirtschaft oder Klima).

Darüber hinaus können EZ-Projekte auch einzelne lokale Innovationen nutzen, um Projekte effizienter zu gestalten. Durch den Einsatz von 3D-Druckern können z.B. Produktionselemente von Wertschöpfungsketten auf lokale Ebene getragen werden und sind direkt vor Ort verfügbar, z.B. beim Druck von Ersatzteilen für Krankenhausgeräte.

Durch skalierbare Innovationen soll die Breitenwirksamkeit von bereits bewährten Lösungen erhöht werden. So wird letztlich lokale Kreativität für die Lösung lokaler Probleme genutzt.

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