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Praxis

Identifizierung relevanter Akteure

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Ein wesentlicher Grundsatz bei der agilen Projektentwicklung ist die Einbeziehung diverser Akteure in den Entwicklungs- und Veränderungsprozess. Man beginnt eine Entwicklungsphase daher mit einer Akteursanalyse, die auf die Identifizierung der relevanten Akteure für den Entwicklungsprozess abzielt. Die Analyse findet in fünf Schritten statt und wird im Folgenden dargestellt. Sie ersetzt nicht bereits vorhandene Methoden, die bei Entwicklungsorganisationen zur Anwendung kommen (zum Beispiel Capacity WORKS der GIZ), kann aber Inspirationen bieten. Sie können die Schritte ebenso mit Ihren Prozessmanagementmethoden abgleichen.

Schritt 1: Akteure identifizieren

Alle Akteure identifizieren und visuell kartieren. Welche Veto-Player gibt es, welche primären und sekundären oder intermediären Akteure?

Schritt 2: Akteure kartieren

In welchem Verhältnis stehen die Akteure zueinander? Gibt es Transparenz und Rechenschaftsbeziehungen, die erhalten bleiben müssen und sollen? Gibt es Möglichkeiten, für mehr Transparenz im System zu sorgen? Welche Rolle spielt jeder einzelne Akteur auf dem Weg zur angestrebten Veränderung? Wer verliert gegebenenfalls an Macht? Wer gewinnt Macht dazu? Wer ist in welcher Weise involviert und mit wem? Es kann hilfreich sein, Ist- und Sollzustand nebeneinander abzubilden, um sich über den Transformationsprozess klarer zu werden.

Schritt 3: Akteure einordnen und priorisieren (Ranking)

Wenn alle Akteure erkannt und ihre Rollen im angestrebten Veränderungsprozess identifiziert sind, sollte ein Ranking darüber erstellt werden.

Das Akteursranking ermöglicht eine Priorisierung bestimmter Akteure für das Projekt (eventuell in unterschiedlichen Projektphasen), erleichtert es, Taktiken und sich daraus ergebende digitale Lösungen (inhaltliche Projektstrategie) abzuleiten und bietet die Grundlage für die Kontextanalyse und die daraus ableitbare Wahl der richtigen digitalen Technologie.

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