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Remote Management, Monitoring and Verification (RMMV)

Remote Management, Monitoring and Verification (RMMV)

Was ist Remote Management, Monitoring and Verification?

Ferngesteuerte und -verwaltete Projekte sind für die Entwicklungszusammenarbeit in Konfliktgebieten, bei Naturkatastrophen und insbesondere der COVID-19-Pandemie immer häufiger angewandte Praxis. Der Einsatz von Remote Management, Monitoring and Verification (RMMV) Methoden wird immer entscheidender zur Kooperation in Partnerländern. RMMV ist der Ansatz, Entwicklungsvorhaben von überall auf der Welt evidenzbasiert zu steuern.

  • Remote Management: Entwicklung und Steuerung von Projekten aus der Ferne inkl. des Managements der Länderbüros (Remote Office Management).
  • Remote Monitoring: Monitoring von Projektaktivitäten, Ergebnissen und Wirkungen durch alternative Akteure (z.B. lokalem statt internationalem Personal) und technische Mittel (z.B. Satelliten, Drohnen, Sensoren und Smartphones, etc.). Dies ist in der Regel die Aufgabe des Projektträgers oder der Consultants.
  • Remote Site Supervision: Insbesondere für die FZ relevant; Bauüberwachung an Projektstandorten (normalerweise von Consultants durchgeführt).
  • Remote Verification: Verifizierung von Informationen aus dem Remote-Monitoring als Kernaufgabe der Durchführungsorganisationen.

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Entwicklungspolitische Relevanz

Seit längerem nutzt die EZ diesen Ansatz in Dezentralisierungs-, Kleinbewässerungs- oder Waldschutzvorhaben und zunehmend auch in fragilen Kontexten.  Dazu hat die KfW bereits ein umfangreiches Handbuch für den Einsatz von RMMV in der FZ entwickelt. RMMV bietet zahlreiche Möglichkeiten, Transparenz zu schaffen und politische Entscheidungsfindungen zu verbessern. Somit ist der Steuerungsansatz für die Kernthemen des BMZ sehr relevant.

RMMV-Ansätze lassen sich in zwei Hauptkategorien einordnen:

Akteursorientierter Ansatz:

Akteure mit Zugang zum Zielgebiet, wie z.B. lokale Mitarbeiter des Projektträgers, lokale Consultants, unabhängige Dritte (Third-Party-Monitoring) und die Zielgruppe selbst, sammeln und liefern Informationen und ersetzen so internationales Personal.

Technologieorientierter Ansatz:

Digitale Technologien (Satellitendaten, Smartphones, Crowdsourcing, Management Informationssysteme, etc.) erleichtern das Sammeln, Übermitteln, Aggregieren, Strukturieren, Analysieren, Verifizieren, Visualisieren und Interpretieren von Informationen.

In der Regel werden beide Ansätze miteinander kombiniert und für jedes Projekt maßgeschneidert. Im Projektzyklus müssen RMMV-Aktivitäten so früh wie möglich geplant und vereinbart werden. Ferngesteuerte Projekte sind aufwendiger im Projektmanagement und in der Kommunikation. Die im Projekt gesammelten Informationen müssen überprüft und mit Daten aus zusätzlichen Quellen abgeglichen werden (Triangulation). Schulung und Einbindung von lokalen Mitarbeitern erfordern zusätzliche Zeit und Ressourcen.

Für die Zusammenarbeit von dezentralen Teams braucht es Kollaborations- und Kommunikationswerkzeuge sowie Prozesse und Regeln. Für die Entscheidungsfindung und Vorhabensteuerung können Remote Management Informationssysteme mit Dashboards eingesetzt werden. Es gibt in der TZ/FZ bereits eine Auswahl digitaler Tools (u.a. Plattformen, Software und Hardware). Viele Fragestellungen der EZ haben zudem einen Raumbezug, die mit Geodaten beantwortet werden können. Frei verfügbare Satellitendaten (z.B. von Copernicus oder NASA), wachsende Datenarchive, Cloud Computing und freie Software haben das Potenzial der Fernerkundung (engl. remote sensing) für die EZ enorm gesteigert.

Beispiele

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