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Praxis

Fernerkundung in der Entwicklungszusammenarbeit

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Hintergrund

Frei verfügbare Satellitendaten aus dem europäischen Erdbeobachtungsprogrammen Copernicus oder der US amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA, wachsende Datenarchive, Cloud Computing, freie Fernerkundungssoftware – die rasanten Entwicklungen in den letzten Jahren haben das Potenzial der Fernerkundung (engl. remote sensing) für die Entwicklungszusammenarbeit (EZ) enorm gesteigert. Digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI), Open Source und Cloud-Computing spielen dabei eine zunehmende Rolle.

Sowohl Verarbeitung als auch Analyse der riesigen und heterogenen Fernerkundungsdaten stehen stellvertretend für zukünftige Herausforderungen der digitalen Gesellschaft. Um Daten zu verarbeiten und in sinnvolle Informationen umwandeln zu können, braucht es innovative Ideen und Konzepte. Gelingt dies, bieten Fernerkundungsdaten das Potenzial, diverse Aufgabenstellungen in vielen unterschiedlichen Anwendungsbereichen der EZ effizienter als bislang zu lösen und ist dadurch für viele verschiedene Sektoren relevant.

Die deutsche EZ ist bereits aktiv in der Anwendung von Fernerkundung. Das Umfeld ist äußerst dynamisch und die bisherigen Anwendungsfelder sind sehr vielfältig: Landwirtschaft, Forst, Gewässer, Krisen- und Risikomanagement. Allerdings sind die Potenziale der Nutzung von Fernerkundung – beispielsweise für die Umsetzung der Agenda 2030 oder das Sendai Rahmenwerk für Katastrophenvorsorge – noch nicht vollständig ausgeschöpft.

Die Themenseite „Fernerkundung in der Entwicklungszusammenarbeit“ verschafft Ihnen daher einen ersten Überblick zu den Grundlagen der Fernerkundung, Potentialen, Anwendungen und konkreten Handlungsempfehlungen.

Picture 1/6: Die Aufnahme eines der beiden Sentinel-2 Satelliten zeigt das Ganges Delta. Der Sundar-bans-Nationalpark, der seit 1985 zum UNESCO-Welterbe gehört, ist auf dem Bild leicht zu erkennen und von den landwirtschaftlich genutzten Flächen im Osten der Aufnahme anhand der unterschiedlichen Farbe gut zu unterscheiden. Bei dem Nationalpark handelt es sich um die dunkelgrüne Fläche im Western der Aufnahme, die von einem dichten und komplexen Netz von Wasserstraßen, Sümpfen und Inseln durchzogen ist. Quelle: ESA, CC BY-SA 3.0 IGO, Sentinel-2, bearbeitet durch MapTailor Geospatial Consulting GbR.
Picture 2/6: Sentinel-2 Aufnahme zeigt Weizenfelder und andere Anbaukulturen in Beauce (Frankreich). Die unterschiedlichen Farben deuten auf unterschiedliche Wachstumsstadien der verschie-denen Anbaukulturen hin. Mit Fernerkundung lassen sich Aussagen zur Art und zum Zustand von Anbaukulturen treffen. Quelle: ESA, CC BY-SA 3.0 IGO, Sentinel-2, bearbeitet durch MapTailor Geospatial Consulting GbR.
Abholzungsprozesse_Sentinel2
Picture 3/6: In diesem Bild, das am 15. Februar 2019 von einem der Sentinel-2 Satelliten aufgenommen wurde, sind die verschiedenen Stadien des Abholzungsprozesses deutlich sichtbar - die grünen Flecken deuten auf Plantagen, während die hellbraunen Flecken neu erschlossenes Land zeigen. Mit Archivdaten lassen sich Entwaldungsdynamiken über mehrere Jahrzehnte zurückverfolgen. Quelle: ESA, CC BY-SA 3.0 IGO, Sentinel-2, bearbeitet durch MapTailor Geospatial Consulting GbR.
Algenbluete_Gotland_Sentinel2
Picture 4/6: Auf diesem am 20. Juli 2019 aufgenommenen Bild sind die Streifen, Wirbel und Wirbel der spätsommerlichen Algenblüten deutlich sichtbar. Ohne Messungen vor Ort ist es schwierig, die Algenart zu unterscheiden, die das Meer bedeckt, da in diesen Gewässern viele ver-schiedene Algenarten wachsen. Die höchsten Konzentrationen von Algenblüten sollen in der zentralen Ostsee und um die Insel Gotland herum auftreten, die im Bild links zu sehen sind Quelle: ESA, CC BY-SA 3.0 IGO, Sentinel-2, bearbeitet durch MapTailor Geospatial Consulting GbR.
Picture 5/6: Der Rauch auf dem hier gezeigten Bild, das am 31. Dezember 2019 von einem der Sentinel-2 Satelliten aufgenommen wurde, weist auf die Waldbrände in Australien. Die großen bräunli-chen Flächen stellen verbrannte Vegetation dar und vermitteln eine Vorstellung von der Grö-ße des hier von den Bränden betroffenen Gebietes entlang der australischen Ostküste. Fern-erkundung wird heute schon routiniert zur Erkennung von Naturkatastrophen genutzt. Quelle: ESA, CC BY-SA 3.0 IGO, Sentinel-2, bearbeitet durch MapTailor Geospatial Consulting GbR.
Huron-See_Sentinel2
Picture 6/6: Der St. Clair River verbindet das südliche Ende des Huron-Sees mit dem in der Bildmitte sichtbaren St. Clair Lake. Ein großer Teil der Umgebung des Deltas wird landwirtschaftlich genutzt. In diesem winterlichen Bild, das am 26. März 2019 von einem der beiden Sentinel-2 Satelliten aufgenommen wurde, sind viele der Seen nordwestlich des Huron-Sees teilweise zugefroren zu sehen. Fernerkundung bietet viele Möglichkeiten für das Monitoring von Binnengewässern. Quelle: ESA, CC BY-SA 3.0 IGO, Sentinel-2, bearbeitet durch MapTailor Geospatial Consulting GbR.

Verschaffen Sie sich einen ersten Überblick über Anwendungspotentiale, inspirierende Projekte und Anwendungen der Fernerkundung in den folgenden Themenfeldern:

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