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  • 08.07.2020
  • Gute Regierungsführung

Wie eine tunesische PR-Agentur Wahlen in Afrika beeinflusste

Dass Soziale Medien genutzt werden, um Einfluss auf politischen Wahlkampf zu nehmen, ist spätestens seit dem Skandal um Cambridge Analytica und der US-Wahl bekannt. Eine Studie des Digital Forensic Research Lab deckt nun auf, wie das Unternehmen UReputation mit ausgeklügelten Online-Kampagnen Einfluss auf mehrere afrikanische Präsidentschaftskampagnen ausgeübt hat, darunter die Unterstützung des im Februar wiedergewählten togolesischen Präsidenten Faure Gnassingbé sowie des ehemaligen ivorischen Präsidenten Henri Konan Bédié für die bevorstehenden Wahlen im Oktober 2020. Über 3,8 Millionen afrikanische Nutzer*innen folgen den manipulierten Facebook-Seiten des tunesischen Unternehmens, welches wohl aus rein finanzieller Motivation gehandelt hat – eine ideologische Übereinstimmung in den verbreiteten Inhalten ist zumindest nicht erkennbar.