Home > News > Ugandas nationales ID-System führt zu sozialer Ausgrenzung
  • 05.07.2021
  • Gute Regierungsführung

Ugandas nationales ID-System führt zu sozialer Ausgrenzung

Die Einführung digitaler ID-Systeme fußt oft zunächst auf nationalen Sicherheitsinteressen. Um für eine möglichst breite Akzeptanz solcher Systeme in der Bevölkerung zu sorgen, sollen mit ihnen meist auch Sozial- und Lebensstandards verbessert werden. So auch in Uganda, wo die digitale ID Ndaga Muntu seit sieben Jahren Bürgerinnen und Bürger erfasst und ihnen die Möglichkeit geben soll, ihre sozialen Rechte besser wahrzunehmen.

Eine Studie hat nun herausgefunden, dass dieses Versprechen bisher nicht eingelöst werden konnte. Ganz im Gegenteil: Ndaga Muntu habe zu einer umfangreichen und systematischen Ausgrenzung von bis zu einem Drittel der erwachsenen Bevölkerung geführt. Das System hindere insbesondere Frauen und ältere Menschen bei der Ausübung ihrer Menschenrechte.