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  • 08.03.2021
  • Daten für Entwicklung

Uganda: Wie werdende Mütter von Künstlicher Intelligenz profitieren

„Die Arbeit ist noch längst nicht getan, aber wir sind jetzt besser denn je für langfristigen Erfolg aufgestellt“, sagt Stephen Tashobya, Gründer von Wekebere, einem ugandischen Startup, das tragbare Geräte, Datenanalyse und künstliche Intelligenz einsetzt, um Schwangerschaftskomplikationen vorherzusagen. Wekebere ist eines der 11 KI-Startups, das die GIZ gemeinsam mit IBM über den Africa AI Accelerator in Ghana gefördert hat. Der Accelerator unterstützte Unternehmer bei Produktentwicklung und Vertriebsaufbau.

Nach globalen Schätzungen der UN finden etwa zwei Drittel aller Todesfälle von Schwangeren in Sub-Sahara Afrika statt. Trotz erheblicher Fortschritte in der Versorgung von Neugeborenen und der Bekämpfung von Fehlgeburten zeigen Gesundheitskrisen wie die COVID-19-Pandemie die Schwächen der Gesundheitssysteme auf und drohen, hart erkämpfte Fortschritte wieder zunichte zu machen.

Zur Lösung dieses Problems hat Wekebere einen leichten, tragbaren Gürtel entwickelt, der während der Schwangerschaft wichtige Gesundheitsparameter von Mutter und Kind aufzeichnet z. B. fötale Bewegungen, Herzfrequenz, Wehen, Gesundheitszustand). Über maschinelles Lernen erkennen Algorithmen Muster in den Daten und können so medizinisches Fachpersonal und Mütter über Anomalien informieren.

Stephen Tashobya beschreibt das sechsmonatige AI-Accelerator-Programm als eine bereichernde Erfahrung. Er betont, wie die Workshops ihnen geholfen haben, auf wichtige Probleme wie „Algorithmic Bias“ von Diagnosedaten einzugehen, Datenschutzaspekte zu adressieren und einen Chatbot zu entwickeln, der schwangeren Frauen gezielt Informationen zu ihrer Gesundheit liefert.

So konnte Wekebere bereits über 15.000 Frauen unterstützen. Und das Team hat noch viel vor: In den nächsten 2 Jahren plant das Startup seine Partnerschaften auf 80 Krankenhäusern auszuweiten und bis zu 70.000 werdende Mütter zu erreichen.

Wekebere und der AI Accelerator in Ghana zeigen, wie Künstliche Intelligenz neue Möglichkeiten für Innovationen schafft, die lokale Probleme aufgreift und zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele (SDGs) beitragen kann.

Der Africa AI Accelerator ist das Ergebnis einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen dem Ghana Tech Lab, IBM sowie “FAIR Forward – Künstliche Intelligenz für alle” und der Tech-Entrepreneurship-Initiative Make-IT, zwei Projekten die von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) umgesetzt wurden.

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