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  • 14.09.2020
  • Allgemein

Smart Prevention: Digitale Ansätze zur Reduzierung von Gewalt und Förderung von Frieden in der EZ

Nutzen Sie digitale Medien und kennen deren Gefahren? Der wachsende Einfluss von digitalen Technologien auf sozialen Zusammenhalt und friedliche Entwicklung ist Chance und Herausforderung zugleich. Diese können dazu beitragen, Ungleichheiten zu verringern, Dialog und konstruktive Zusammenarbeit zu fördern und Partizipation, Demokratie und Frieden zu stärken. Gleichzeitig kann der Umgang mit digitalen Technologien, die Nutzung von sozialen Medien und des Inter- und Darknets Ungleichheiten ausweiten und zu mehr Hass, Vorurteilen, Extremismus und organisierter Kriminalität führen. Sie gehen daher auch mit dem Potential einher, Konflikte auszulösen oder Gewalt zu erhöhen, wenn dem nicht entgegengewirkt wird. Um das positive Transformationspotential der Digitalisierung zu nutzen und negative Auswirkungen zu reduzieren, ist es daher unerlässlich geworden, den fördernden Einfluss digitaler Technologien in Entwicklungsvorhaben für mehr Frieden und Sicherheit nicht nur mitzudenken, sondern sie auch, im Rahmen eines rechtebasierten und menschenzentrierten Ansatzes, sinnvoll auszuschöpfen.

Dazu lädt Sie die im März 2020 veröffentlichte BMZ-Broschüre „Smart Prevention. Digitale Ansätze aus dem Sektor Frieden und Sicherheit für die Entwicklungszusammenarbeit“ ein.  Neben den Herausforderungen der Digitalisierung für Frieden und Sicherheit, stellt Sie innovative digitale Ansätze zur Friedensförderung und Konfliktbearbeitung vor. Warum ist die Broschüre gerade jetzt erschienen? Soziale Medien lassen sich z.B. als Instrument für Dialog und Versöhnung nutzen. Digitale Technologien können zur Unterstützung von konfliktsensiblem Journalismus und zur Identifizierung von Fake News herangezogen werden.  Die in der Broschüre präsentierten Apps sollen beispielsweise im Rahmen von breiteren Entwicklungsprogrammen zur Reduzierung geschlechtsspezifischer Gewalt, zu Vernetzung und Selbstschutz von Friedensaktivist*innen oder zur Aufarbeitung der Vergangenheit beitragen. Durch Serious Games, wie sie etwa in den Konfliktländern Jemen oder in Kolumbien zum Einsatz kommen, lassen sich konfliktrelevante Inhalte in Spiele einbinden, um Empathie für die von Gewalt Betroffenen zu erzeugen, Vorurteile zu hinterfragen oder die Komplexität von Lösungsansätzen für Frieden zu vermitteln. In den Philippinen kommt eine Do No Harm App zum Einsatz. Die KfW setzt in einigen ihrer Vorhaben Drohnen zum Monitoring von Projekten ein. Die Globale Initiative gegen Transnationale Organisierte Kriminalität entwickelt derzeit die App VIVA, die Initiativen gegen OK weltweit zusammenschließen will. Diese und weitere EZ-interne und externe Ansätze werden in der Broschüre „Smart Prevention“ vorgestellt, gleichzeitig die Erfahrungen und Grenzen der Anwendung diskutiert. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann laden Sie gerne die deutsche oder englischsprachige Broschüre herunter, oder fragen Sie das BMZ, Referat 223 Frieden und Sicherheit, Katastrophenrisikomanagement bei Bedarf nach der spanischen Version der Broschüre (rl223bmz.bund.de).

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