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  • 07.02.2022
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Rio de Janeiro: Stadterneuerung mithilfe von 3D-Scanning

Mit der weltweit zunehmende Urbanisierung wächst auch die Anzahl an Menschen, die in provisorisch gebauten Unterkünften in ungeplanten Stadtvierteln leben. In diesen informellen Siedlungen mangelt es den Anwohnerinnen und Anwohnern häufig am Zugang zur grundlegenden städtischen Versorgung, z. B. mit Wasser, Strom oder Gesundheitsleistungen. Allzu oft finden kommunale Politik und Stadtplanungsbehörden eine vermeintlich einfache Lösung für diese Schattenseite der Urbanisierung: Die Siedlungen abreißen und von Grund auf neu errichten.

Digital Technologie, so zeigt das Beispiel Rio de Janeiro, kann hier Abhilfe schaffen und eine nachhaltige und menschenzentrierte Stadtplanung fördern. In der zweitgrößten Stadt Brasiliens werden informelle Siedlungen, sogenannte Favelas, nun mithilfe von 3D-Scanning kartographiert. Ziel ist es, in einem ersten Schritt die ungeplanten und komplexen Stadtviertel besser zu verstehen. Mit dem gewonnen Wissen soll es der Stadtverwaltung dann einfacher möglich sein, die Viertel an die städtische Infrastruktur anzuschließen und die Lebenssituation der Anwohnerinnen und Anwohner zu verbessern. Sprich: Verstehen und verbessern, statt räumen und abreißen.