Home > News > KI-Anwendungen bedrohen faire Gerichtsprozesse in Malaysia
  • 15.04.2022
  • Allgemein
  • Chancengleichheit

KI-Anwendungen bedrohen faire Gerichtsprozesse in Malaysia

Seitdem im Rahmen einer Pilotstudie in Malaysia Künstliche Intelligenz für die Urteilsfindung in Gerichtsverfahren eingesetzt wird, werden Stimmen lauter, die die Technologie nicht dafür geeignet halten. Vor allem Anwältinnen und Anwälte berichten, dass KI-basierte Anwendungen menschliche Vorurteile reproduzieren und individuelle Umstände nicht sachgemäß in die Entscheidungsfindung einbeziehen. Dies führe zu ungerechten Strafurteilen, die nur teilweise von Richterinnen und Richtern erkannt werden. Etwa ein Drittel der Verurteilungen durch die KI-Software werden bestätigt, während die übrigen Urteile von Richterinnen und Richtern rückwirkend als falsch eingestuft werden. Grundsätzlich bestehe das Risiko, dass sich unerfahrene Juristinnen und Juristen zu sehr auf die Technologie verlassen und KI-Empfehlungen ohne kritische Prüfung übernehmen. Die malaysische Regierung will trotz Kritik die Pilotstudie fortsetzen und geht weiter davon aus, dass KI Gerichtsprozesse effizienter machen wird.