Home > News > Digitale Lösungen für Flucht und Migration: Was es wirklich braucht
  • 04.03.2022
  • Allgemein
  • Chancengleichheit

Digitale Lösungen für Flucht und Migration: Was es wirklich braucht

Wie können Menschen, die fliehen oder migrieren, durch den Einsatz von digitalen Technologien unterstützt werden? Auf diese Frage haben in den letzten Jahren UN-Organisationen, Geberinnen und Geber sowie zivilgesellschaftliche Organisationen viel Zeit, Geld und Mühe verwendet. Als Lösung steht am Ende häufig eine App, wie z. B. MigApp von der Internationalen Organization für Migration oder Shuvayatra von der Asia Foundation. In einem Gastbeitrag für die OECD resümiert Tim Unwin, ICT4D Lehrstuhlinhaber der UNESCO, dass nur eine gering Zahl der Zielgruppe die Apps tatsächlich nutzen. Stattdessen greifen Migrantinnen und Migranten sowie flüchtende Menschen zumeist auf bekannte Anwendungen, wie Facebook oder WhatsApp, zurück, um sich zu informieren und mit Familie und Bekannten in Kontakt zu bleiben. Bei der Entwicklung einschlägiger Lösungen müsse daher ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Top-Down-Fachwissen der internationalen Organisationen und Bottom-Up-Ansätzen geschaffen werden. Unwin nennt dazu vier konkrete Aktionsfelder:

  1. Mehr Informationsaustausch und Kollaboration zwischen internationalen Organisation, die in dem Feld arbeiten
  2. Verstärkte Kontext- und Bedarfsanalysen
  3. Entwicklung von Lösungen mit statt nur für die Zielgruppen
  4. Bereitstellung von Trainingsangebote für digitale Grundkompetenzen