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  • 12.01.2022
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Datafizierung in der humanitären Hilfe: Daten von Betroffenen müssen geschützt werden

Akteure der humanitären Hilfe setzen zunehmend datengetriebene digitale Systeme ein, z. B. für die Identifizierung und Registrierung von geflüchteten Menschen. Überall dort, wo Daten erhoben und verarbeitet werden, stellt sich auch die Frage nach den Gefahren. Aufsehen erregte zuletzt der Fall Afghanistan: Nach dem Abzug der US-amerikanischen Truppen und dem Zusammenbruch der afghanischen Zentralregierung erlangten die Taliban die Kontrolle über das mit internationalen Hilfsgeldern aufgebaute digitale ID-Kontrollsystem.

Risiken bestehen jedoch auch abseits dieses spektakulären Beispiels und ergeben sich aus den Verhältnissen im humanitären System selbst, so die Autorin Becky Faith. Zwischen humanitären Hilfsorganisationen, Regierungen und Anbietern digitaler Dienste bestehe häufig ein Machtgefälle. Humanitäre Akteurinnen und Akteure seien auf Expertise angewiesen und müssten die Unterstützung privater, profitorientierter Unternehmen in Anspruch nehmen. Dies gehe häufig zu Lasten von Transparenz und anderen humanitären Prinzipien. Hilfsorganisationen müssen sich deshalb ihrer Verantwortung stellen und die Daten von Betroffenen besser schützen.