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  • 12.01.2022
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China: Neuer Normgeber in einer digitalen Welt?

DiploFoundation und die Geneva Internet Platform haben eine neue Studie zu Chinas Rolle in der Erarbeitung von digitalen Standards in internationalen Organisationen, wie der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) oder der Internationalen Organisation für Normung (ISO), veröffentlicht. In der im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung erarbeiteten Untersuchung “The geopolitics of digital standards: China’s role in standard-setting organisations” zeigen sich die Autorinnen und Autoren besorgt über Chinas wachsenden Einfluss und der Strategie des asiatischen Staates, die Erarbeitung internationaler digitaler Regeln und Normen an eigenen politischen und wirtschaftlichen Interessen auszurichten. Statt nationaler Interessendurchsetzung bedürfe es laut Bericht eines uneingeschränkten Blickes auf das weltweite digitale Ökosystem und dessen zukünftige Entwicklungen.

In einem ebenfalls zu diesem Thema veröffentlichten Artikel argumentiert Mark Leonard, Direktor der Denkfabrik European Council on Foreign Relations, dass neben Chinas Rolle in der (digitalen) Welt die grundsätzliche Frage, wer globale Regeln und Standards für Technologien, Handel und wirtschaftliche Entwicklung setzt, an Bedeutung zunehmen wird.