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  • 29.11.2021
  • Allgemein
  • Gute Regierungsführung

Äthiopien: Warum Facebook beim Thema Hassrede überfordert ist

Seit Monaten herrscht in Äthiopien ein Bürgerkrieg zwischen der Regierung und verschiedenen Rebellengruppen, allen voran der Volksbefreiungsfront in Tigray. Gewaltaufrufe, Desinformationen und Hassrede in Sozialen Medien wie Facebook sind dabei ein nicht zu unterschätzender Teil des Konflikts. Sie sind nicht nur Spiegelbild der politischen Lage, sondern tragen als Katalysator zu Eskalation und Gewalt bei.

Im Zuge der Veröffentlichung der sogenannten Facebook Papers wurde nun bekannt, dass Facebook trotz Kenntnisse der Umstände und der Auswirkungen von Hassrede und Desinformationen, nicht in der Lage ist, der Online-Gewalt in Äthiopien Einhalt zu gebieten. Hauptgründe für Facebooks Scheitern sind die mangelnde Abdeckung von lokalen Sprachen, wie z. B. Amharisch, sowie unzureichende Meldestellen. Des Weiteren reagiert der Konzern zu langsam und entfernt Gewaltaufrufe nicht mit der notwendigen Dringlichkeit.