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Fernerkundung in der Entwicklungszusammenarbeit

Datenportale für das Monitoring von Wäldflächen

Abholzungsprozesse_Sentinel2
Quelle: ESA, CC BY-SA 3.0 IGO, Sentinel-2, bearbeitet durch MapTailor Geospatial Consulting GbR.

Chancen und Limitationen in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit

Automatisierte und auf Fernerkundungsdaten basierende Monitoring- und Alarmsysteme ermöglichen es, Hot-Spots der Entwaldung nahezu in Echtzeit zu erkennen. Ein Beispiel hierfür ist der Global Forest Watch (GFW). GFW ist eine Initiative des World Ressource Institute (WRI) und hält kostenlose, satellitengestützte Informationen über Veränderungen der Waldbedeckung seit 2001 bereit. Der GFW analysiert Daten des Landsat Programms der NASA und beinhaltet ein Alarmsystem (engl., Global Land Analysis & Discovery, GLAD), welches die Veränderungen der Waldgebiete in naher Echtzeit überwacht. Der Schwerpunkt des GFW liegt auf den tropischen Waldbeständen, für die es teilweise noch zusätzliche Daten gibt, die in anderen Regionen nicht verfügbar sind. Das Portfolio des GFW ist daher sehr umfassend – aber kostenlos. Neben der GFW Plattform, die global Informationen bereitstellt, gibt es noch weitere regionale Waldmonitoring-Systeme, wie bspw. das System PRODES der brasilianischen Regierung oder der Forest Survey of India (FSI), der dem indischen Ministerium für Umwelt und Forst (MoEF) untersteht.

Darstellung des Global Forest Watch von Schutzgebieten und Flächen, auf denen eine Veränderung der Waldflächen beobachtet wurde. Quelle: Global Forest Watch (https://www.globalforestwatch.org/)

Erfahren Sie mehr über die vielfältigen Anwenungsmöglichkeiten des von Anwendungen im Waldflächenmonitoring.

Weiterführende Informationen:

  • Der REDDcompass der GFOI stellt fachlich fundierte und vertiefte Inhalte zur Nutzung von Fernerkundung in Form eines umfassenden Handbuchs bereit.
  • Der Forest Survey of India (FSI) nutzt Satellitendaten um die nationalen Waldflächen zu beobachten. Hier erfahren Sie mehr.
  • Der Global Forest Watch (GFW) stellt kostenfrei Informationen über die Veränderung von Waldflächen zur Verfügung. Die Nutzung des GFW setzt keine Kenntnisse in Fernerkundungsanalysen oder GIS voraus.
  • In einer wissenschaftliche Studie erfahren Sie mehr über die Nutzbarkeit und Limitationen des GFW.
  • Die Anwendung SEPAL der FAO ermöglicht durch Cloud-basierten Verfahren (z.B. Google Earth Engine) den Zugriff und die Verarbeitung von historischen Satellitendaten sowie neueren Daten von Landsat und höher aufgelösten Daten aus dem europäischen Programm Copernicus. Mit SEPAL können auf lokale Bedürfnisse oder nationale Anforderungen abgestimmte Produkte (bspw. Waldkarten) neu erstellt werden. Allerdings setzt SEPAL im Vergleich zum GFW Kenntnisse in Fernerkundungsanalysen und – je nach Nutzung – auch Programmierkentnnisse voraus.

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