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Fernerkundung in der Entwicklungszusammenarbeit

Das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus

Die Copernicus Sentinels

Freie Daten und Informationen für die Entwicklungszusammenarbeit

Die EU hat gemeinsam mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) im Jahr 1998 die GMES-Initiative (engl. Global Monitoring for Environment and Security) gegründet. Ziel war es, ein langfristig agierendes europäisches Erdbeobachtungszentrum zu entwickeln.

Die Initiative wurde fortwährend weiterentwickelt und im Jahr 2012 dann in Copernicus umbenannt. Copernicus wird seit 2014 als operationelles Programm der Europäischen Union (EU) umgesetzt. Copernicus ist ein umfassendes Erdbeobachtungsprogramm mit einer eigenen Satellitenflotte, den Sentinels. Von 2014 bis April 2018 sind sieben Sentinel-Satelliten in Betrieb genommen worden und weitere Satellitenstarts sind bis 2021 und darüber hinaus geplant. Alle Informationen zum Copernicus-Programm werden zentral auf der Website des Programms bereitgestellt (www.copernicus.eu).

Copernicus erzeugt aus den bereitgestellten Daten den wichtigsten Rohstoff unserer Zeit: Information. Es liefert Erdbeobachtungsdaten für den Umweltschutz, zur Klimaüberwachung, zur Einschätzung von Naturkatastrophen und für andere gesellschaftliche Aufgaben. Copernicus stellt dafür neben den Satellitendaten auch Informationsprodukte zur freien Verfügung, die in sechs Kerndiensten-Diensten auf Basis von Satellitensystemen und In-situ Beobachtungssystemen mit gesicherter Qualität aufbereitet werden:

Der Copernicus Dienst zur Überwachung der Landoberfläche stellt unterschiedliche Produkte in Form von Geodaten und Karten zum Monitoring der Landoberfläche und von Binnengewässern bereit.

Copernicus Dienst für die Landüberwachung

Die sechs Dienste liefern mittlerweile über 1.000 Informationsprodukte. Die Sentinel-Daten und Copernicus-Dienste sind für jedermann kostenlos – egal ob für behördliche Anwender, für die Wissenschaft, für kommerzielle Unternehmen, Start-Ups oder gemeinnützige Organisationen und Bürger.

Die Copernicus Dienste liefern wertvolle Grundlagen für internationales politisches Handeln und schaffen somit für die Entwicklungszusammenarbeit neue Chancen. Die Bundesregierung beschreibt in ihrer Copernicus Strategie die „Stärkung internationaler Zusammenarbeit“ als eines der Kernziele.

Die Potenziale hierzu sind sehr vielseitig, bspw. werden Copernicus Daten schon erfolgreich in der Städteplanung, der Früherkennung von Naturkatastrophen oder auch der Abschätzung des Ertragspotenzials land- und forstwirtschaftlicher Flächen und Veränderungen der Flächennutzung genutzt. Mit der Auswertung der Daten von Copernicus lässt sich für die verschiedensten Bereiche Nutzen generieren.

Auch wenn die Copernicus Dienste nicht für alle Fragestellungen die richtigen Informationen bereithalten, bieten sie oft eine gute Ausgangsbasis zur Schaffung eigener Lösungen, bspw. als Basis für die Entwicklung eigener Monitoringsysteme. Wenn Sie mehr über die Nutzungspotentiale von Copernicus in der Entwicklungszusammenarbeit erfahren möchten, können Sie die Copernicus Fachkoordinationen kontaktieren.

Weiterführende Informationen