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Disability Data App (DDA), Kambodscha

In dem von der GIZ in Kambodscha umgesetzten Data Disability App Projekt wurde die mobile App KoboCollect genutzt, um disaggregierte Daten von und für Menschen mit Behinderungen zu generieren. Die Daten können nun zur Kommunikation von Bedürfnissen und Barrieren von Menschen mit Behinderungen gegenüber lokalen und nationalen politischen Entscheidungsträgern und Service-Anbietern verwendet werden. Kambodscha/ GIZ Conor Wall

Auf einen Blick

Fehlende Daten über Menschen mit Behinderungen sind eine globale Herausforderung. Besonders in Ländern mit niedrigem und mittlerem Durchschnittseinkommen, in denen über 800 Millionen Menschen mit Behinderungen leben, existieren kaum Informationen über spezifische Einschränkungen und Barrieren. In dem von der GIZ in Kambodscha umgesetzten Data Disability App Projekt wurde die mobile App KoboCollect genutzt, um diese Datenlücke zu schließen. Mitglieder des Dachverbandes der kambodschanischen Organisation für Menschen mit Behinderungen (CDPO) und Selbstvertretungsorganisationen wurden darin geschult, die App über Tablets für die Datenerhebung von Einschränkungen, Bedürfnissen, Barrieren und Lösungen für Menschen mit Behinderungen zu nutzen. Diese Daten können nun zur Kommunikation von Bedürfnissen und Barrieren von Menschen mit Behinderungen gegenüber lokalen und nationalen politischen Entscheidungsträgern und Service-Anbietern verwendet werden. Das SDG-Prinzip „Niemanden zurücklassen“ wird so durch selbstverwaltete Datensammlung und Interessenvertretung in die Praxis übersetzt. Im Rahmen des Projektes wurden 21 Datensammler*innen von 13 Selbstvertretungsorganisationen geschult. Insgesamt wurden Daten von über 4.500 Menschen mit Behinderungen erhoben. Die App ist offline nutzbar und beinhaltet die Möglichkeit GPS-basierte Karten, Berichte und Graphiken zu generieren, die für bedarfsorientierten Katastrophenschutz, Gesundheits- und Rehabilitationsdienstleistungen, Bildungsangebote, Beschäftigungsförderung und soziale Grundsicherung genutzt werden können. Die Ergebnisse wurden in zehn Workshops insgesamt 500 Schlüsselakteuren aus Kambodscha präsentiert.

Weiterführende Informationen

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