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Digitalstrategie

Digitale Gesundheit

© Dirk Ostermeier/GIZ

Auf einen Blick

Gesundheit ist ein zentrales Menschenrecht. Doch in vielen Ländern bleibt es den Bürgerinnen und Bürgern verwehrt. Das BMZ unterstützt seine Partnerländer in der Implementierung von digitalen Anwendungen, welche den Zugang zu Gesundheitsversorgung für die ländliche Bevölkerung verbessern. Einerseits unterstützt die Bundesregierung ihre Partnerländer mittelbar durch Stärkung von Gesundheitsdatensystemen, welche Versorgungslücken in ländlichen Gebieten aufzeigen können sowie durch digitale Anwendungen, welche den Zugang zu Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung im Allgemeinen verbessern.  

Digitale Ansätze spielen dabei eine herausragende Rolle. Sie helfen dabei, dass öffentliche Verwaltungen und Krankenhäuser effizienter arbeiten können. Sie ermöglichen das Management von Gesundheitsversicherungen und liefern Informationen, die als Grundlage für Entscheidungen nationaler Gesundheitsplanung gebraucht werden.  

Durch Effizienzsteigerungen und neue Formen des Gesundheitsmanagements, ermöglicht Digitalisierung im Gesundheitsbereich eine Ausweitung des Angebots, der Verfügbarkeit, der Zugänglichkeit und der Qualität von Gesundheitsdiensten, um so letztendlich den Gesundheitszustand der gesamten Bevölkerung zu verbessern. Trotz dieser Chancen entstehen durch Digitalisierung auch Risiken im Gesundheitsbereich. So kann durch das ungeschützte Speichern von Daten die Privatsphäre von Menschen verletzt werden, digitale Angebote können nicht immer von allen Menschen gleichberechtigt genutzt werden, durch patentgeschützte Software können langfristige Abhängigkeiten entstehen und die rapide zunehmende Verwendung digitaler Anwendungen kann aufgrund mangelnder Regulierung, Standardisierung und Steuerung zu Fragmentierung und Duplikationen führen.  

Um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und gleichzeitig ihre Risiken zu minimieren, unterstützt das BMZ seine Partnerländer dabei, nationale Strategien und Kapazitäten zur Koordination und Harmonisierung digitaler Anwendungen zu stärken. Gleichzeitig setzen wir vermehrt auf Open Source Lösungen und setzen uns für Datensicherheit und Schutz der Privatsphäre bei allen Projekten ein.  

 

Umsetzung

In Nepal konnten zum Beispiel durch kontinuierliche technische Beratung passende Open-Source-Technologien ausgebaut und Lernerfahrungen in Strategien (Nepal National E-Health Strategy, 2017) verankert werden. Als Mitglied der Health Data Collaborative und im Rahmen der Prinzipien für Investitionen in digitale Gesundheit unterstützt das BMZ eine verbesserte Geberharmonisierung auf globaler Ebene (z.B. durch gemeinsame Standards und Curricula) und in den Partnerländern. 

In Tansania wird zum Beispiel der Ausbau der IT-Struktur des nationalen Krankenversicherers unterstützt, um eine obligatorische Krankenversicherung für die gesamte Bevölkerung zu ermöglichen. In Bangladesch wurde das Open Source Software System „District Health Information System“ (DHIS2) eingeführt, das den Austausch von medizinischen Daten zwischen 7.000 Gesundheitseinrichtungen ermöglicht. Ähnliche Initiativen werden derzeit in Kamerun, Malawi und Nepal unterstützt.  

Andererseits unterstützt das BMZ seine Partnerländer auch unmittelbar in der Implementierung digitaler Anwendungen, um den Zugang zu Gesundheitsversorgung für die ländliche Bevölkerung zu verbessern. In Vietnam und Usbekistan werden so der Aufbau von Telemedizinnetzwerken ermöglicht und in Afghanistan, Bolivien, Guinea, Nigeria und Indien e-learning-Anwendungen unterstützt. 

SORMAS – Software zur Frühwarnung bei Epidemien 

SORMAS ist eine Open-Source-Software, die Daten zur Seuchenbekämpfung in Echtzeit erfasst und ermöglicht so die Überwachung, Früherkennung und die Eindämmung von Infektionsausbrüchen wie Ebola, Masern, Vogelgrippe und Cholera.

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