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Digitalstrategie

Datenmärkte in Afrika

Auf einen Blick

Weltweit wächst die Digitalwirtschaft in rasantem Tempo. In weniger als einem Jahrzehnt soll sie bereits 25 Prozent des globalen BIP ausmachen. Die gestiegene Relevanz der Digitalwirtschaft hat auch Auswirkungen auf die Entwicklungszusammenarbeit. So bietet die Förderung der Digitalwirtschaft neue Chancen für nachhaltige Entwicklung. 

Der zentrale Treiber der Digitalwirtschaft ist die Fähigkeit, große Mengen an Daten zu sammeln und zu analysieren. Die Wertschöpfung von Daten bildet das Herzstück der Digitalwirtschaft und erfolgt in Datenmärkten. Wirtschaftliche Prosperität und politische Selbstbestimmung werden in Zukunft zunehmend von der Fähigkeit abhängen, gewonnene Daten lokal in Wert setzen zu können. Die Souveränität über Daten entscheidet also maßgeblich, wer von ihrer Wertschöpfung und somit von der Digitalwirtschaft profitiert.  

Durch marktdominierende Tech-Unternehmen aus den USA und China, laufen die afrikanische und europäische Digitalwirtschaft Gefahr, ihre Souveränität über lokal gewonnene Daten zu verlieren. Das BMZ bereitet deshalb eine politische Initiative zur Förderung von Datenmärkten in Afrika vor, die während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020 starten soll. Die Initiative soll afrikanische Länder dabei unterstützen, faire und inklusive Datenmärkte zu schaffen. 

Plattform DataCipation

Die Plattform DataCipation ist eine technische Daten- und Analyseplattform, die bürgerschaftliches Engagement und innovative Datennutzung für den afrikansichen Kontinent fördert. Damit werden datenspezifische Produkte und Dienstleistungen in Afrika verbreitet sowie der politische Diskurs rund um die Themen Daten und Künstliche Intelligenz gefördert. Dies geschieht vor allem durch die kontinuierliche Vernetzung und Zusammenarbeit („AU Hub“) zwischen der AU und den digitalen Akteuren mit ihren Innovationen bzw. ihrer Expertise. Dies nutzt die komparativen Stärken der AU als „convening power“ und „Hebelfunktion“ für den Kontinent. Diese Zusammenarbeit findet mittels digitaler und analoger Dialogformate sowie Skalierungs-Programmen statt.

Das Ziel sind afrikanische Entwicklungsfortschritte in den BMZ-Schwerpunktthemen aufgrund optimaler Datennutzung bei gleichzeitiger Wahrung der Privatsphäre der Bürger*Innen.

Factsheet “Förderung von afrikanischen Datenmärkten”

  • Weltweit wächst die Digitalwirtschaft in rasantem Tempo. Sie durchdringt über den IT-Sektor hinaus alle wirtschaftlichen Sektoren von der Landwirtschaft bis hin zum Dienstleistungssektor. In weniger als einem Jahrzehnt soll die Digitalwirtschaft bereits 25 Prozent des globalen BIP ausmachen.

    Der zentrale Treiber des Wachstums der Digitalwirtschaft ist die Fähigkeit, große Mengen an Daten zu sammeln und zu analysieren. Aus Daten wertbringende Informationen zu schöpfen ist für viele Unternehmen ein lukratives Unterfangen. Auch in der Entwicklungszusammenarbeit birgt die Wertschöpfung von Daten große Chancen. Sie bietet verschiedenen Akteuren eine Informationsgrundlage, um bessere Entscheidungen treffen zu können. Die Wertschöpfung von Daten bildet das Herzstück der Digitalwirtschaft. Die verschiedenen Schritte der Datenwertschöpfung (z.B. das Sammeln, Aggregieren und Analysieren von Daten) erfolgen in sogenannten Datenmärkten. Sie sind das Umfeld, in dem Akteure agieren, um Daten in wertbringende Informationen zu wandeln.

    Wirtschaftliche Prosperität und politische Selbstbestimmung werden in Zukunft zunehmend von der Fähigkeit abhängen, gewonnene Daten lokal in Wert setzen zu können. Die Souveränität über Daten entscheidet also maßgeblich, wer von ihrer Wertschöpfung und somit von der Digitalwirtschaft profitiert. Die nachhaltige Entwicklung vor Ort geht Hand in Hand mit der Souveränität über lokal produzierte Daten. Dazu bedarf es an Regulierungen und Richtlinien von Datenmärkten, die Wettbewerb fördern, lokale Innovation ermöglichen und dabei die Rechte des Individuums auch online gewährleisten.

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