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Digital Public Goods

Digital Public Goods

In Anlehnung an das ökonomische Konzept der Globalen Öffentlichen Güter vereinen diese klassischerweise drei grundlegende Eigenschaften: nicht rivalisierend, nicht ausschließbar und weltweit verfügbar.

Die Digitalisierung unterstreicht diese Eigenschaften in ihrem Versprechen der Verfügbarkeit – sofern die notwendige Infrastruktur bereitgestellt wird. Die „Roadmap for Digital Cooperation“ des UN-Generalsekretärs definiert digitale öffentliche Güter als: „Open-Source-Software, offene Daten, offene KI-Modelle, offene Standards und offene Inhalte, die den Datenschutz und andere geltende Gesetze und Best Practices einhalten, keinen Schaden anrichten und zur Erreichung der SDGs beitragen.“

Digitale öffentliche Güter spielen eine wesentliche Rolle bei der Erschließung des vollen Potenzials digitaler Technologien und Daten zur Erreichung der Sustainable Development Goals, insbesondere für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

Krisenbewältigung

In Zeiten großer Datenansammlungen in einer globalisierten Welt ist es sinnvoll, in Verbindung zu bleiben und voneinander zu lernen. Während des Ebola-Ausbruchs 2014-2015 in Westafrika spielten beispielsweise Erkenntnisse aus aggregierten Daten, die öffentlich gemacht und geteilt werden konnten, eine entscheidende Rolle bei der Eindämmung des Virus. Digitale öffentliche Güter unterstützten die Identifizierung neuer Krankheitsausbrüche, die Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit und Desinformation und die Messung der Auswirkungen auf gefährdete Bevölkerungsgruppen.

Sechs Jahre später werden digitale Lösungen auch zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie eingesetzt, bereits bestehende Plattformen wurden angepasst. Für andere Gesundheitskrisen in der Zukunft ist ein digitales Open-Source-Datenpaket denkbar, um die Erkennung von Fällen zu beschleunigen und Bildungsressourcen während Schulschließungen zu öffnen.

Herausforderungen

Der Zugang zu digitalen Lösungen ist oft durch Datensicherheit, Urheberrechtsregelungen und proprietäre Systeme eingeschränkt. Die meisten bestehenden digitalen öffentlichen Güter sind nicht leicht zugänglich, da sie oft ungleich verteilt sind, was die Sprache, den Inhalt und die für den Zugang erforderliche Infrastruktur betrifft.

Best Practices

Die folgenden Initiativen unterstützen die Entwicklung gemeinsamer Standards für offene Daten, die dem privaten und öffentlichen Sektor als Leitfaden für den offenen Zugang zu Datensätzen dienen können. So wird sichergestellt, dass mehr Daten als digitale öffentliche Güter zur Verfügung stehen und gleichzeitig die Privatsphäre und Vertraulichkeit gewahrt bleibt. Von zentraler Bedeutung für die Umsetzung digitaler öffentlicher Güter sind robuste Menschenrechte und Governance-Rahmenwerke, um das Vertrauen in Technologie und Datennutzung zu stärken und gleichzeitig Inklusion zu gewährleisten.

Um sicherzustellen, dass der öffentliche Sektor Schritt hält und das Beste aus Technologie macht, hat die Weltbankgruppe 2019 die GovTech Global Initiative ins Leben gerufen. Sie zielt darauf ab, den Einsatz von Technologie zu fördern, um den öffentlichen Sektor zu transformieren, die Bereitstellung von Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen zu verbessern und die Effizienz, Transparenz und Rechenschaftspflicht zu erhöhen.

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Die Digital Public Goods Alliance ist eine Multi-Stakeholder-Initiative mit dem Ziel, die Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu beschleunigen, indem sie die Erforschung, Entwicklung, Nutzung und Investition in digitale öffentliche Güter erleichtert.

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