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Digital Economy for Africa Initiative der Weltbank

Auf einen Blick

Die DE4A Initiative der Weltbank (WB) wurde 2018 gestartet und verfolgt das Zieljedes Individuum, jedes Unternehmen und jede Regierung Afrikas bis 2030 digital zu befähigenSie geht davon aus, dass digitale Technologien und die Digitalwirtschaft enorme Herausforderungen, aber auch enorme Chancen für den afrikanischen Kontinent bietenDurch eine koordinierte, panafrikanische Initiative sollen alle Länder des Kontinents gemeinsam mit Entwicklungspartnern und dem Privatsektor relevante Regierungsprogramme und Maßnahmen aufsetzen, die als Katalysator für die digitale Transformation Afrikas dienen. Nach Einschätzung der WB besteht ein Finanzierungsbedarf von 62 bis 79 Mrd. US-Dollar, um die Grundlagen einer afrikaweiten Digitalwirtschaft zu schaffen. 

 

Aufbau und Inhalt 

Der DE4A Initiative baut auf fünf Grundsätzen (ComprehensiveTransformativeInclusiveHomegrownCollaborative) auf. Zudem sind zur Umsetzung der Initiative fünf wesentliche „Grundbausteine“ erforderlich: Digitale Infrastruktur, digitale Plattformen, digitale Finanzdienstleistungen, digitales Unternehmertum und digitale Kenntnisse. Diese Bausteine sind wiederum durch einen starken ordnungspolitischen, wettbewerbsfördernden Rahmen bedingt.  

DE4A Initiative soll durch die Afrikanische Union (AU) bereits vorgebrachte „kontinentale“ Ansätze widerspiegeln und ist in Verbindung mit bereits existierenden AU-Agenden (Agenda 2063) sowie AU-„Flagship“-Initiativen (u.a. Program für Infrastructure Development in AfricaComprehensive African Agriculture Development Program) zu betrachten. Entsprechend ist eine Führungsrolle der AU in der Umsetzung der Initiative angedacht, basierend auf Verpflichtungen der Mitgliedsländer mit Länderchampions und einem sektorübergreifenden Multilevel-Ansatz (Länderebene, regional, global). Die Weltbank als Gründungsmitglied möchte finanzielle Ressourcen und fachliche Expertise bereitstellen sowie geberkoordinierend aktiv werden. 

BMZ Engagement 

Durch die politische Unterstützung der World Bank Digital Economy for Africa Initiative stellt das BMZ den Ausbau digitaler Infrastrukturen auf dem afrikanischen Kontinent sicher, damit die digitale Kluft überwunden werden kann. Das BMZ plant zunächst keine separate Finanzierung von Capacity Development Maßnahmen, sondern wird die Initiative über die allgemeine Finanzierung der Weltbank unterstützen.  

Um zu einer besseren Regulierung und Steuerung des digitalen Raums in den afrikanischen Partnerländern beizutragen, setzt sich das BMZ dafür ein, die Initiative der Weltbank mit fachlichem Input zum Thema Regulierung zu unterstützen und positioniert das Thema in der EU-Ratspräsidentschaft. Das BMZ sieht zudem ein großes Potential die Initiative durch die Digitalzentren in afrikanischen Ländern zu unterstützen, die in Ruanda, Ghana, Tunesien, Senegal, Nigeria, Kenia, Namibia und Südafrika entstehen und Politikberatung zur digitalen Transformation leisten. 

Weiterführende Informationen

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